07. Feb 2025
von Alex Penner
Die Hauptberuflichen-Tagung gehört für viele Hauptberufliche zu einem gelungenen Start in das neue Jahr. Die Begegnungen, die erlebte Einheit, die Impulse und die gemeinsame Mission stärken und geben Orientierung.
Dieses Jahr trafen wir uns unter dem Tagungsthema: „Dein Reich komme! Wie im Himmel so auf Erden.“ Dementsprechend eröffnete Alexander Rockstroh mit Gimmicks und der himmlischen Herausforderung, dass gesundes Christsein wie eine Schleimhaut trotz Verletzungen keine Hornhaut bilden, sondern offen und dadurch auch verletzbar füreinander bleiben sollte.
Diesen Gedanken vertiefte Ralf Pieper indem er dafür warb, Gottes Wirken nicht zu behindern, sondern zu fördern. „Den Geist löscht nicht aus“ (1. Thessalonicher 5,19) lässt uns staunen, dass Gott – im Gegensatz zur Schöpfung – nicht einfach spricht und es geschieht. Stattdessen gibt er dem Menschen die Möglichkeit, sich seinem Wirken zu widersetzen oder es zu unterstützen. Wir sind angehalten, alles zu prüfen!
Auch der Letzte war innerlich in der Tagung angekommen, als wir die Festmahlansprache hörten und uns dem guten Essen widmeten. Es war schön zu sehen, wie gut die Diensterfahrungen im ChristusForum verteilt sind – sowohl frisch Berufene als auch altgediente Mitarbeiter waren im Austausch. Der Abend fand seinen perfekten Ausklang in einem Lobpreisabend mit viel Zeit für Gespräche und Begegnungen. Der erste Tag zum Thema NÄHER war ein voller Erfolg.



Das Tagesthema TIEFER prägte den zweiten Tag. Nachdem wir mit Anbetung starteten, vertieften wir uns durch zwei Seminare in die Themen Dekonstruktion und Sexualethik. Christopher Ort und Markus Schäller leisteten die inhaltliche Vorarbeit für eine weiterführende Auseinandersetzung in den thematisch gleichen Seminaren am Nachmittag.
Vor dem Abendessen gab Alexander Rockstroh uns Einblicke in die Vision & Mission des ChristusForum sowie in den inhaltlichen Fortschritt unserer Bekenntnisbewegung. Ich staune über das große Engagement seitens der ChristusForum-Führung und der Teams, die sich um sie herum geformt haben. Mit Hingabe, klarer Ausrichtung, nüchternen Einschätzungen und viel Zugkraft wurde der auf dem ChristusForum 2024 ausgesprochene Auftrag, eine neue Körperschaft zu gründen, mit großem Ernst vorangetrieben.
Beim Hoffnungsabend luden Hans Walter Ritter und David Kröker uns ein, unseren Lieblingsaspekt des Evangeliums zu formulieren. Der Abend war geprägt von Anbetung und Ermutigung.
Den dritten Tag nahmen wir unter dem Schlagwort WEITER in Angriff. Wie geht es im ChristusForum weiter? Und wie können wir unseren Blick weiten – für übergemeindliche Anliegen und die weltweite Gemeinde?
Vorträge zu „Hauptberufliche in der neuen Körperschaft“ und „Leitung in Verbänden“ sowie vier kürzere Beiträge im TEDx-Format halfen uns, den Horizont zu erweitern.
Zwischen den Seminaren am zweiten und dritten Tag gab es immer wieder Zeit, die Angebote der Aussteller kennenzulernen. Bei Forum Wiedenest, der Bibelschule ISTL, ChurchTools oder Streamlingo (eine Online-Simultanübersetzung für Gottesdienste) wurden uns viele Möglichkeiten vorgestellt, die unsere Gemeindearbeit unterstützen können.
Der Abend fand einen würdigen Abschluss mit einem Gemeinschaftsabend, in dem wir Gottes Wirken in den Regionen bezeugten, uns intensiv austauschten und füreinander im Gebet eintraten.
Nachdem wir den letzten Tag wie gewohnt mit Anbetung begannen, machte sich Vorfreude breit: Mit neuen Impulsen und ermutigt kehrten wir in unsere Gemeinden zurück. Alexander Rockstroh bemerkte augenzwinkernd, dass das Porto dieses Jahr teurer geworden sei – umso wertvoller ist unsere Aussendung.
