14. Apr 2025
von Friedemann Volke
„Die Ereignisse am Karfreitag waren erschütternd. Die furchteinflößende Atmosphäre bei der Gefangennahme. In den Vorhof zum Verhör mit Geißelung hat sich niemand von uns mehr hin getraut - bis auf einen. Demütigung pur. Unser Herr und Meister, mit dem wir vor wenigen Stunden noch Loblieder gesungen haben, wurde geschlagen, gegeißelt, bespuckt und verhöhnt. Der Anblick des Kreuzes, an dem er hing, war selbst aus der Ferne nur schwer zu ertragen. Alle unsere Hoffnungen und gewachsenen Überzeugungen, dass ER die Rettung für sein Volk sein würde, hingen angenagelt an diesem Kreuz.
Umso unbegreiflicher war am dritten Tag die Begegnung mit Ihm!
Niemand traute sich, etwas zu sagen, denn alle wussten, dass ER es ist. Sein
Auftrag: „Geht hin nach Galiläa, dort werdet ihr mich sehen“ (Mt.28,7) war klar
und deutlich. Deutlich wie seine früheren Aufträge: „Gehet hin zu zweit von
Dorf zu Dorf und bereitet meine Ankunft vor“ (Lk.10,1-3).
Die Begegnung mit Jesus, dem auferstandenen Herrn, setzte uns in Bewegung. Sie erweckte in uns neue Zuversicht, neue Ausrichtung und neue Kräfte."
So oder ähnlich könnte ein Interview mit einem der Jünger nach der Auferstehung Jesu geklungen haben.
Paulus schreibt dazu im 2. Korintherbrief:
„Denn hierzu ist er gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt worden ist“ (2.Kor.5,15)
Ich wünsche uns, dass die Begegnung mit Jesus Christus am diesjährigen Osterfest auch uns neu erweckt und in Bewegung bringt.

Friedemann Volke
Mitarbeiter im Arbeitskreis hauptberufliche Mitarbeiter
im ChristusForum Deutschland
Titelfoto: Christian Pugsley/Wirestock on stock.adobe.com