Inspiration zum Internationalen Tag der Jugend

11. Aug 2026

von Friedemann Bühne

Tag der Jugend

Die Vereinten Nationen haben einen „Internationalen Tag der Jugend“ ausgerufen, den 12. August, um auf die Lebenssituation, Herausforderungen und Chancen junger Menschen aufmerksam zu machen. Das möchte ich aufgreifen im Blick auf unsere Gemeinden und dabei auf zwei Fakten verweisen:

1. Viele unserer Gemeinden sind überaltert – die Jugend fehlt und 

2. aktuellen Studien zufolge strömt besonders die Generation Z (junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahren) wieder vermehrt in die Kirche und zeigt ein stark wachsendes Interesse am Glauben.

Warum ist das so? Gerade nach Jahren globaler, unlösbar scheinender Krisen, zunehmender gesellschaftlicher Isolation und einer Überforderung in einer viel zu großen digitalisierten Welt, sind viele junge Menschen überfordert und resigniert über ihr eigenes Leben und die Welt. Entsprechend suchen sie mehr denn je nach Halt, konkreten Antworten und einer festen Gemeinschaft.

Ich habe den Eindruck, für uns als Gemeinden ist jetzt der „Kairos“ = der besondere Zeitpunkt Gottes zum Handeln. JETZT sind viele Jugendliche offen für den Glauben. JETZT sind viele junge Leute auf der Suche nach Halt. JETZT ist die Generation Z auf der Suche nach GOTT. JETZT hat Gott Türen geöffnet!

Deshalb müssen wir als Gemeinden JETZT die Chance nutzen und unsere gemeindlichen Angebote darauf ausrichten. Wenn wir nicht auf die junge Generation zugehen, werden es andere machen, andere religiöse Anbieter, politische Parteien, Vereine…

Was können und was sollten wir als Gemeinden tun, damit junge Leute gerne in unsere Gemeinden kommen?

  1. Die jungen Leute ernstnehmen, ihnen zuhören, ihre Ängste, ihre Sorgen verstehen. 
  2. Begleitung, Mentoring anbieten - nicht aufdrängen. Es braucht geistliche Väter und Mütter, die sich die Zeit nehmen um junge Menschen fördern, ihnen zu helfen und sie herauszufordern.
  3. Den jungen Leuten  in unseren Gemeinden Verantwortung geben und Freiheiten zugestehen, Dinge anders machen zu dürfen, als wir es gemacht haben.

Das bedeutet, dass wir als „ältere Generation“ bereit sind für Veränderung. Bereit auf liebgewonnene Traditionen, auf gern gesungenes Liedgut, auf Gottesdienst Formen zu verzichten. Wir als ältere Generation rücken zur Seite, geben Verantwortung ab, damit die jungen Leute ihren Glauben leben können – vielleicht anders, aber doch voller Liebe zu Jesus.

Keine Generation vorher stand vor so unglaublichen Veränderungen, hatte so eine große Auswahl an Lebenskonzepten, gab es soviel Verunsicherung - und wir haben darauf eine Antwort. In Hebräer 13,8 steht: „Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.“ In dem ganzen Chaos dieser Welt ist und bleibt Jesus derselbe. Darum kann unser Glaube uns durchtragen und darum hat das Gebet von David besonders heute so eine hohe Relevanz: 

Psalms 62,6–9: „Nur auf Gott vertraue still meine Seele; denn von ihm kommt meine Hoffnung. Nur er ist mein Fels und meine Rettung, meine sichere Burg; ich werde nicht wanken. Auf Gott ruht mein Heil und meine Ehre; der Fels meiner Stärke, meine Zuflucht ist in Gott. Vertraut auf ihn allezeit, ihr Leute; schüttet euer Herz vor ihm aus! Gott ist unsere Zuflucht.“


Das ist die starke Botschaft und hoffentlich unsere Erfahrung, die wir weitergeben dürfen an die jungen Generation. Das ist genau das, was gerade junge Leute  heute suchen und wie genial wäre es, wenn wir als Ältere ihnen bei dieser Suche helfen können. Darum lass den KAIROS Gottes nicht verstreichen!

Friedemann Bühne





Friedemann Bühne

Vorstandsmitglied im ChristusForum Deutschland

Regionalvertreter Region 2, Nord-West-Deutschland


Titelfoto: Jacob Lund on stock.adobe.com

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