10. Aug 2026
von Veit Claesberg
Mitgliederversammlung blickt auf bewegende Entwicklung in Myanmar, wirksame Erdbebenhilfe und eine neue Vision für die Zukunft.
Was 2015 mit einem einzelnen Kindergarten in den Slums von Yangon begann, hat sich in zehn Jahren zu einer breit angelegten christlichen Hilfsarbeit entwickelt: Zehn Kindergärten, fünf daraus entstandene Gemeinden, rund 150 vermittelte Schulpatenschaften, über 1.000 betreute Kinder und mehr als 70 Taufen unter Menschen aus den Armenvierteln Yangons markieren eine Entwicklung, auf die die Mitglieder von HelpMy e. V. bei ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung in Bergneustadt-Wiedenest mit großer Dankbarkeit zurückblickten.
„Wenn wir heute auf die vergangenen zehn Jahre schauen, staunen wir über das, was Gott wachsen ließ“, sagte der Vorstandsvorsitzende Veit Claesberg. „Aus einer anfänglichen Vision, Kindern Bildung und Hoffnung zu schenken, ist eine Arbeit entstanden, die Menschen praktisch, sozial und geistlich erreicht.“

HelpMy unterstützt in Myanmar inzwischen nicht nur zehn Kindergärten, sondern begleitet auch Sozialarbeit in Armenvierteln, medizinische Nothilfe und die Versorgung bedürftiger Familien mit Lebensmitteln. Besonders bemerkenswert: Rund um die Kindergartenarbeit entstanden in den vergangenen Jahren fünf christliche Gemeinden. Mehr als 70 Menschen entschieden sich in diesen Gemeinden bewusst für ein Leben mit Jesus und ließen sich taufen – ein sichtbares Zeichen dafür, dass neben Bildung und praktischer Hilfe auch das Evangelium Frucht trägt.
Ein besonderer Höhepunkt des vergangenen Jahres war der erste Projektbesuch seit 2019. Im Februar 2025 konnten die Vorstandsmitglieder Hanno Brüninghaus und Veit Claesberg die Projekte in Yangon erstmals wieder persönlich besuchen. Sie trafen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, besuchten Kindergärten und gewannen Einblick in das Gemeindeleben und die Sozialarbeit vor Ort.
„Diese Reise hat uns tief bewegt“, berichtet Hanno Brüninghaus. „Wir haben gesehen, mit welcher Hingabe unsere Partner in Myanmar den Menschen dienen – oft unter schwierigen Bedingungen, aber mit großer Liebe, geistlicher Tiefe und einem beeindruckenden Vertrauen auf Gott.“
Wie wichtig die gewachsenen Beziehungen vor Ort sind, zeigte sich wenige Wochen später: Nach dem schweren Erdbeben Ende März 2025 mit tausenden Todesopfern konnte HelpMy rasch reagieren. Über fünf Partnergemeinden in betroffenen Städten rund um Mandalay wurde direkte Hilfe organisiert. Rund 39.000 Euro an Spenden gingen für die Nothilfe ein. Lebensmittel, Bargeld, konkrete Soforthilfe sowie Mittel zum Wiederaufbau zerstörter Gemeindehäuser konnten schnell und gezielt bereitgestellt werden. Rund 600 Menschen erhielten auf diese Weise Unterstützung.
Mit der Eröffnung des zehnten Kindergartens ist die ursprüngliche Vision des Vereins nahezu erreicht. Deshalb hat HelpMy auf seiner Mitgliederversammlung begonnen, an einer Vision 2035 zu arbeiten, die die nächsten Jahre der Arbeit prägen soll.
Die Vorstandsmitglieder von HelpMy engagieren sich ehrenamtlich. Die Verantwortung für die Projekte in Myanmar liegt bewusst bei burmesischen Christen vor Ort. Dieses Prinzip des local ownership prägt die Arbeit von Beginn an: Entscheidungen werden nah an den Menschen getroffen, Verantwortung wird vor Ort übernommen, und Hilfe wächst aus vertrauensvollen Partnerschaften.
HelpMy versteht seine Arbeit dabei als Ausdruck christlicher Nächstenliebe. Motiviert vom biblischen Gedanken gegenseitiger Hilfe und eines gerechten Ausgleichs – wie ihn der Apostel Paulus im 2. Korintherbrief beschreibt – möchte der Verein Not lindern, Hoffnung stärken und Christen in Myanmar partnerschaftlich zur Seite stehen. Dabei erleben die Verantwortlichen immer wieder: Hilfe fließt nicht nur in eine Richtung. Während aus Deutschland Unterstützung kommt, tragen Gebet, Glaubensfreude und geistliche Verbundenheit der Christen in Myanmar auch die Freunde und Förderer hierzulande.
HelpMy e. V. ist ein christliches Hilfswerk aus Bergneustadt mit Projekten in Myanmar. Im Rahmen einer internationalen Kirchenpartnerschaft unterstützt der Verein Kindergärten in den Armenvierteln von Yangon, vermittelt Schulpatenschaften, begleitet junge Gemeinden und leistet humanitäre Nothilfe.
Die Wurzeln der Arbeit reichen bis ins Jahr 2014 zurück. 2019 wurde HelpMy e. V. gegründet und übernahm zum 1. Januar 2021 die rechtliche Trägerschaft von der Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Wiedenest. Heute wird die Arbeit von einem ehrenamtlichen Vorstand und rund 25 Mitgliedern getragen – in enger Partnerschaft mit Christen vor Ort in Myanmar.
Leitend für das Engagement sind die drei Begriffe: Bildung, Nothilfe und Evangelium. HelpMy ist als Bekenntnisgemeinschaft mit dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. verbunden und Mitglied im Verband freikirchlicher Diakoniewerke e. V..

Fotos der Mitgliederversammlung: Cim Claesberg
Ich verfolge die Situation in Myammar über die Medien. Sehr erstaunt bin ich darüber, dass es der Gemeinde Berneustadt und dem Verein HelpMy gelingt, Kindergärten und Gemeinden in Yangon zu ünterstützen und zum Wachstum von Gemeinden beizutragen.
Rochard Eberhard
Lieber Herr Eberhard,
ja, es ist eine ganz erstaunliche Möglichkeit. Ich melde mich per Mail bei Ihnen.
Gruß Veit Claesberg