Christus EHREN!

02. Dez 2020

von David Kröker

Diesen Moment kennt jeder. Nachdem man ein Geschenk gekauft oder gebastelt hat, beginnt eine Zeit der Vorfreude. Natürlich nur dann, wenn man sich sicher ist, dass das Geschenk den Empfänger erfreuen wird. In Gedanken malt man sich die Situation der Geschenkübergabe aus. Wie wird die Reaktion auf das Geschenk sein? Wird mir die Überraschung gelingen? Und irgendwann kommt dieser großartige Moment. Die Übergabe. Die Begegnung. Die Reaktion. Die Freude auf beiden Seiten. Das Übergeben der Gabe mit großer Freude und das Empfangen der Dankbarkeit des Beschenkten ebenfalls mit großer Freude.

Leider geschieht in solchen Situationen oft das Gegenteil. Statt Freude auf beiden Seiten, herrscht Verkrampfung, Angst und Misstrauen. Und wahrscheinlich wird auch dieser Moment jedem bekannt sein. Dies wird aber nur dann geschehen, wenn eine der beiden Seiten die Übergabe einer Gabe als Handel deutet. Wenn der Geber das Geschenk nicht aus selbstlosen Motiven überreicht, wird er die eben beschriebene Freude nicht erleben. Empfängt der Beschenkte das Geschenk mit schlechtem Gewissen, sodass er sich nun schuldig fühlt, es bald zurückzahlen zu müssen, wird auch er diese Freude nicht erfahren. Damit verpasst man den heiligen Moment der Freude auf beiden Seiten bei der Geschenkübergabe.

„Wer mir seinen Dank zeigt, der bringt mir ein Opfer dar, das mich ehrt.“ heißt es in Psalm 50,23. Ich bin davon überzeugt, dass das Leben als Christ mit unzähligen Momenten der Freude übersät sein kann. Durch zwei große Missverständnisse kann das Christenleben aber schnell zu Verkrampfung, Angst und Misstrauen führen.

1.       Missverständnis: Gott beschenkt uns nicht aus freien Stücken. Seine Güte hat einen Haken.

Warum sollte uns jemand beschenken. Man bekommt im Leben nichts geschenkt. Es wird einem nichts in den Schoss gelegt. Alles hat seinen Preis. Für alles, was man bekommt, muss man Opfer bringen. Wenn wir nicht in der Bibel lesen und die Predigten nicht aufmerksam hören, werden wir zwangsläufig Gott unterstellen, dass seine Gnade einen Haken hat. Wir werden es nicht glauben, dass er uns einfach so beschenkt. Am Kreuz von Golgatha wird seine selbstlose Liebe besonders deutlich. Richten wir unsere Gemeinde nicht nach Christus aus, werden wir schon bald von der Weltanschauung unserer nichtchristlichen Mitmenschen überrollt. In keiner anderen Religion gibt es diesen gnädigen Gott. Öffnen wir uns anderen Religionen, werden wir schon bald deren Art der Anbetung übernehmen, die im Gegensatz zu der christlichen Verherrlichung Gottes steht. Es entsteht eine Anbetung aus Angst und Misstrauen.

2.       Missverständnis: Unsere Verherrlichung Gottes geschieht nicht aus freien Stücken.

Übernehmen wir das Denken unserer nichtchristlichen Mitmenschen, werden wir Gottes Güte missverstehen und uns schlecht in seiner Gegenwart fühlen. Durch Opfer unterschiedlicher Art werden wir es wieder gut machen wollen. Unsere Verherrlichung wird nicht durch Freude motiviert sein, sondern durch schlechtes Gewissen. Misstrauen und Angst werden uns in die Anbetung führen und nicht Freude und Dankbarkeit. Das finden wir in anderen Religionen, weil man dort keine persönliche Beziehung zu Gott haben kann. Und letztlich ist man dann bereit, Kosten und Mühen auf sich zu nehmen, um dieser Unruhe etwas entgegenzuwirken.

Die Voraussetzung für Freude in der Verherrlichung, in der Anbetung oder im Gottesdienst ist die Beziehung zum Geber. Wenn ich den Geber kenne, vertraue ich ihm und unterstelle ihm keine unehrlichen Motive. Ich bedanke mich bei ihm und gehe mit Freude in den Tag, ohne darüber nachzudenken bzw. den Druck zu empfinden, diese gute Tat begleichen zu müssen. Das führt dann zur Freiheit. Da Jesus Christus durch seinen Tod und seine Auferstehung die Beziehung zu Gott ermöglicht hat, ist die Ausrichtung auf ihn die einzige Antwort auf die Suche nach Freude im Leben mit Gott.

David Kröker




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